Georgien – Gewalt und Geopolitik im Transkaukasus
Kippt der Kaukasus? Diese Frage treibt heute viele um: Betroffene ebenso wie Beobachter:innen. Galt Georgien bis vor wenigen Jahren als Vorzeigeland für die Osterweiterung der EU, gehen seit Monaten Bilder über Polizeigewalt gegen pro-europäische Demonstrant:innen um die Welt. Die Regierung des „Georgischen Traums“ steht dabei bei weiten Teilen der Bevölkerung sowie bei westlichen Akteur:innen in der Kritik, während Russland weiterhin versucht, seinen Einfluss in der Region zu sichern.
Die Eroberung von Berg-Karabach durch Aserbaidschan sowie der „Trump-Friedensplan“ werfen die Frage auf, wohin die Region driftet: West oder Ost? Der Konfliktforscher und ehemalige Schweizer Botschafter in Georgien und Armenien, Günther Bächler, beleuchtet die jüngsten Entwicklungen in Georgien und analysiert die Ereignisse im Kontext der geopolitischen Wendezeiten im Transkaukasus. Irma Mgeladze, Vorsteherin der Georgischen Diaspora in der Schweiz und Gymnasiallehrerin für Physik und Mathematik in Bern, ergänzt als Georgierin den Vortrag durch ihre persönlichen Erfahrungen.
Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Forum Ost-West organisiert. Beim nachfolgenden Apéro werden Sie die Gelegenheit haben, direkt mit den Referent:innen ins Gespräch zu treten.
🗓️ Donnerstag, 11.06.2026
🕚 18:30 Uhr
📍 Saal Nicolas Manuel, Französischen Kirche (CAP), Predigergasse 3, 3011 Bern